Jahresbrief 2012

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Liebe Fördervereinsmitglieder,

der Beginn des neuen Jahres ist die rechte Zeit für einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und auf eine Vorschau auf 2013.

Besucher, Aktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit 

Auch im letzten Jahr konnten wir wieder über 1000 Besucher zu Führungen, Veranstaltungen und privaten Feiern im Kloster willkommen heißen. Neben Geschichtsfreunden, Landfrauenvereinen und Kirchengemeinden besuchten auch Schulklassen mit Eltern und Betriebsgemeinschaften unser Kloster. Auch die einmal im Monat stattfindenden öffentlichen Führungen wurden gerne angenommen. Dafür ein herzliches Dankeschön an Besucher und Klosterführer. Angesichts der wachsenden Besucherzahl sind neue Klosterführer gerne willkommen.

Am Pfingstmontag trug Margarita Dettbarn mit Ihrer Harfe Lieder und Märchen im gut besuchten Klosterkeller vor. Gut angenommen wurde auch das Bezirksgemeindefest unserer Kirchengemeinden im Juni, das unter dem Motto „Jung und Alt unter einem Dach“ stand.

Unter dem Motto „Bis die Steine reden“ fand im August ein viel beachtetes Konzert mit Künstlern aus der alten Schule in Lelbach und Claudia Frank statt. Das in einen sakralen und weltlichen Teil gegliederte Konzert fand in Kirche und Kreuzhof statt. Dank der gelungenen Illumination der ehrwürdigen Mauern wurde das Konzert zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Schon traditionell öffneten sich die Klostertore zum Tag des offenen Denkmals. Diesmal ging es um das Thema „Holz“ zu dem Führungen, in ansonsten unzugänglichen Bereichen der Dachstühle, angeboten wurden. Die Bewirtung der zahlreichen Besucher mit Kaffee und Kuchen übernahmen diesmal unsere Klosterfrauen, dafür ein herzliches Dankeschön. Der Schlusspunkt des Tages wurde mit einem gelungenen, von der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen gesponserten, Konzert der Gruppe „Asamblea Mediterranea“ in der Klosterkirche gesetzt.

Das gerne angenommene monatliche Friedensgebet wurde im September durch einen Einkehrtag ergänzt. Trotz Baustelle fand sich für die Teilnehmer genügend Raum für mediative Abgeschiedenheit und Stille.

Ein Dankeschön gebührt einmal mehr der Presse, die über unser Kloster und die Aktivitäten des Fördervereins ausführlich berichtete und damit unser Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vermittelte.

Baumaßnahmen und Finanzen 

Zum Jahreswechsel haben wir die Aufgaben für Planung und Statik in neue Hände gelegt. Jetzt sind Müntinga und Puy, Bad Arolsen für Planung und HAZ Ingenieure, Kassel für Statik zuständig.

Die Sanierung des maroden Mauerwerks aus dem 16. Jh. am Abtshaus forderte von Planern, Statiker, Restaurator und Handwerkern teilweise ganz neue Lösungsansätze, die leider auch eine Verzögerung der Arbeiten verursacht haben. Die Rettung des vom Einsturz bedrohten Mauerwerks wird wohl gelingen und für Standfestigkeit in den nächsten hundert Jahren sorgen. Details der Maßnahme finden Sie auch auf unserer Homepage Sanierung_Abtshaus.pdf .

Neben diesen Arbeiten konnte auch die neue Eingangstür zum Infozentraum in Auftrag gegeben werden. Von unserem Architekten wurde ein Entwässerungsplan für die gesamte Anlage erarbeitet und teilweise umgesetzt. Das Kloster verfügt jetzt erstmals über einen vorgeschriebenen Kanalanschluss, getrennt für Regen- und Schmutzwasser, an dem nach für nach alle Gebäude angeschlossen werden sollen.

Der geplante Innenausbau des Infozentrums konnte mangels Fördermitteln nicht umgesetzt werden. Mit einem Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde Diemelsee und dem Förderverein hoffen wir dafür Mittel der Dorf- bzw. Regionalentwicklung zu bekommen.

Dank einer Bodenradaruntersuchung des östlichen Klostergeländes haben wir neue Informationen über den Untergrund erhalten, die jedoch noch immer nicht alle Fragen zum Grundriss der mittelalterlichen Bausubstanz beantworten.

2012 wurden bereits weniger Fördermittel bewilligt als im Vorjahr, in diesem Jahr sieht das leider nicht besser aus. Der Ausfall der in den Vorjahren bewilligten Bundesmittel verursacht Probleme bei der Kofinanzierung der bereit gestellten Landesmittel. Zugesagte Fördermittel von Landkreis und Gemeinde allein können diese Lücke nicht füllen. Deshalb hoffen wir auf weitere Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Neben Mitgliedsbeiträgen, Spenden von Besuchern und Fördermitteln von Land, Kreis und Gemeinde konnten wir über 8000 € zusätzliche Spenden verbuchen. Allen Spendern und Förderern sei dafür herzlich gedankt.

Vorschau auf  2013 

Leider konnten nicht alle Ideen aus dem letzten Jahresbrief umgesetzt werden, es bleibt also auch in diesem Jahr einiges anzupacken.

Für ein Konzert am Pfingstmontag im Klosterkeller konnten wir den vielfach ausgezeichneten Minnesänger Holger Schäfer verpflichten.

Am 15. Juni ist eine „open air“ Veranstaltung unter dem Motto „Rock am Ringhof“ geplant, die diesmal auch das jüngere Publikum ansprechen soll.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 8. September steht unter dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?". Wenn auch viele Besucher von unserem Kloster und seiner interessanten Geschichte begeistert sind, wird uns zu diesem sperrigen Thema sicher noch einiges enfallen.

Zum Jahresabschluss am Samstag, den 30.11.13 findet dann wieder der Flechtdorfer Weihnachtsmarkt im Ringhof statt.

Neben diesen geplanten Terminen lassen wir uns, wie in den vergangenen Jahren, gerne von ungeplanten Dingen überraschen.    

Vielleicht sehen wir uns bei einer Veranstaltung oder Führung im Kloster Flechtdorf.

Flechtdorf im Januar 2013

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Walter

1. Vorsitzender

 

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